Modul: Mobilität - bitte wenden
Die Schülerinnen und Schüler vertiefen ihr Wissen um Zusammenhänge und Auswirkungen von Mobilität. Dabei wird an verschiedenen Stellen der Perspektivwechsel zu städtischen oder ländlichen Gebieten angeregt. Ist es überall so wie an unserer Schule? Wo habe ich es vielleicht schon ganz anders erlebt oder gesehen? Der Blick geht über verschiedene Antriebsformen, zu den verschlungenen Wegen von globalen Warenströmen, über Schulwege weltweit bis zum eigenen Umfeld der Schule. Diese Aspekte werden im Außenbereich auf einer Straße oder einem Parkplatz vertieft. Zum Abschluss werden gemeinsam Ideen gesammelt, wie die eigene Mobilität klimafreundlicher gestaltet werden kann.
Der Ausgangspunkt für das Modul ist die Lebenswelt der Kinder vor Ort mit ihren individuellen Gegebenheiten und Herausforderungen: Eine Woche lang beobachten und dokumentieren die Kinder ihre eigene Mobilität. Zusätzlich sind sie aufgefordert, kritische und gefährliche Verkehrsbereiche in ihrem Umfeld zu identifizieren.
Im Anschluss vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen um Zusammenhänge und Auswirkungen von Mobilität an verschiedenen Themenstationen. Dabei wird stets der Perspektivwechsel angeregt, sei es zwischen städtischen oder ländlichen Gebieten hierzulande oder anderswo in der Welt: Ist es überall so wie an unserer Schule? Wo habe ich es vielleicht schon ganz anders erlebt oder gesehen? Der Blick geht über verschiedene Antriebsformen zur Mobilität, zu den verschlungenen Wegen von globalen Warenströmen, über Schulwege weltweit bis zum eigenen Umfeld der Schule. Diese Aspekte werden zunächst im Klassenraum bearbeitet und diskutiert und dann im Außenbereich der Schule auf einer Straße oder einem Parkplatz vertieft. Dabei stoßen sie auch auf Dilemma-Situationen: Löst das Elektro-Auto mit seinem großen Rohstoffbedarf und einer Stromproduktion, die noch etwa zur Hälfte nicht erneuerbar ist, wirklich alle Probleme? Wer kann sich die Kosten von Mobilität mit der Bahn leisten, um das Auto stehen zu lassen? Und wie schaffen wir es, den öffentlichen Straßenraum gleichberechtigt für alle nutzbar zu machen?
Denn alles könnte anders sein – eine Erfahrung, die Grundschülerinnen und Grundschüler in Bezug auf Mobilität brauchen, um eigene, alternative Ideen zu entwickeln. Dazu werden Parkplatzflächen oder die Straße vor der Schule kurzzeitig für Fahrzeuge gesperrt und den Kindern frei zugänglich gemacht. Da hiervon auch Eltern und Lehrkräfte betroffen sind, wird Mobilität durch das Modul im Sinne des „Whole School Approach“ ein Thema für die ganze Schule. Darüber hinaus kann es auch in die Kommune oder den Stadtteil hineinwirken.
Teilnahmevoraussetzungen
- Zielgruppe sind Grundschulen in Hessen.
- Alle Klassen eines Jahrgangs sollten an dem Projekt teilnehmen.
- Es sind keine besonderen Vorkenntnisse von Seiten der Lehrkräfte oder der Schülerinnen und Schüler nötig. Die Lehrkräfte sollten die Module jeweils mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht vor- und nachbereiten. Dazu werden von den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Arbeitsblätter und Unterlagen zur Verfügung gestellt.
- Die Schule stellt einen großen Raum für die Lernwerkstatt zur Verfügung, in dem die Materialien während der Moduldurchführung stehen bleiben können.
- Pinnwände/Flipcharts
- Unterstützung durch eine anwesende Lehrkraft
Zielgruppen
Grundschulen, Jahrgangsstufen 3 und 4.
Zeitumfang
- Das Modul wurde für 4 Unterrichtsstunden (4 x 45 Minuten) konzipiert.
- Jedes Modul sollte im Unterricht thematisch vor- und nachbereitet werden.
Ansprechpartner
Das Schuljahr der Nachhaltigkeit wird hessenweit von einem Netzwerk geschulter Multiplikatorinnen und Multiplikatoren umgesetzt. Von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung wurde das Netzwerk 2016, 2019/2020 und 2021/2022 als „Netzwerk mit Auszeichnung“ gewürdigt.
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